09.09.2017
Kategorie: Anti-Rassismus-AG, Startseite
Von: Alexa Roth/eingestellt von S. Jaqui

Toleranz statt rechte Parolen


Wo auch immer Rassismus und Intoleranz im Landkreis Kusel auftreten, die Anti-Rassismus-AG unserer Schule ist zur Stelle, um dagegen zu protestieren. Am 8. September war es dann wieder so weit. Die populistische Alternative für Deutschland hielt eine Wahlkampfveranstal­tung zur Bundestagswahl in der Fritz-Wunderlich-Halle in Kusel ab. Eingeladen dazu war auch die Bundessprecherin der AfD, Frauke Petry. Weitere Redner waren unter anderem der Spitzenkandidat für Rheinland-Pfalz Sebastian Münzenmaier und der rheinland-pfälzische Landesvorsitzende Uwe Junge. Da ließen wir es uns als AG natürlich nicht nehmen, bei der Gegendemonstration auf dem Parkplatz vor der Halle dabei zu sein. Vor der Veranstaltung wurden noch fleißig Plakate gebastelt, die gegen Rassismus und für mehr Toleranz und Frie­den warben.

Um 17:30 Uhr trafen sich dann viele unserer AG-Mitglieder vor der Fritz-Wunderlich-Halle, gewappnet mit den gebastelten Plakaten. Mit uns demonstrierten verschiedene Parteien und andere Organisationen gegen Rassismus. Die Gegenveranstaltung lief so ab, dass immer ein Redebeitrag war und dann eine halbe Stunde verschiedene Musiker und Musikerinnen spiel­ten. Den ersten der Beiträge durfte die Anti-Rassismus AG vorführen. Ein kleines Theater­stück, geschrieben von Jil Biedinger, wurde von verschiedenen Mitgliedern der AG vorge­führt. Dabei ging es um den Alltag vieler Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in Kriegsge­bieten, und dass man dort nie weiß, wann dort die nächste Bombe fällt, weshalb viele Men­schen aus diesen Ländern fliehen wollen. Am Ende des Beitrages gab es noch einen Appell an alle Zuhörerinnen und Zuhörer, auf keinen Fall wegzuschauen und stattdessen hinzusehen, wenn Unrecht geschieht.

Währenddessen haben sich einige Mitglieder unserer AG auch in die Fritz-Wunderlich-Halle gewagt, um zuzuhören, was die AfD denn so zu sagen hatte. Dabei gab es keine Überraschun­gen, stattdessen „glänzte“ die Partei mit rassistischen Parolen und einfachen Antworten zu komplexen Themen. Die größtenteils älteren Zuhörer klatschen zu allen Stammtischparolen fleißig mit.

Solange die AfD so viele Leute auf ihre Seite ziehen kann und rassistische Floskeln wieder sa­lonfähig macht, wird die Anti-Rassismus AG dagegen protestieren.

Unsere Alternative heißt TOLERANZ!