01.09.2017
Kategorie: Startseite, Presseschau
Von: eingestellt von S. Jaqui

Mathematik und Heavy Metal


Porträt: Marco Schneider neuer stellvertretender Schulleiter am Gymnasium

Von Daniel Bonenberger

Kusel. „Ich bin mir sicher, dass er heute oder morgen meinen Job übernehmen könnte. Auf ihn kann ich mich 150-prozentig verlassen.“ Mit diesen Worten übergab die Schulleiterin des Siebenpfeiffer-Gymnasiums Kusel, Angelika Gröneveld-Olthoff gestern Marco Schneider die Ernennungsurkunde als erster stellvertretender Schulleiter.

Schneider, der seit 2010 am Kuseler Gymnasium Informatik unterrichtet und seit 2013 als ständiges Mitglied dem achtköpfigen Schulleitungsteam angehört, freut sich auf die neuen Herausforderungen, die mit seiner Beförderung einhergehen: „Ich bedanke mich vor allem bei Angelika Gröneveld-Olthoff für die langjährige tolle und vertrauensvolle Zusammenarbeit und denke, dass wir auf dieser Grundlage auch in Zukunft weitermachen können.“Schneider hat als neuer stellvertretender Schulleiter einiges vor, wie er im Gespräch mit der RHEINPFALZ berichtete. So wurden bereits im Zuge des Überprüfungsverfahrens für seine Beförderung Arbeitsgruppen unter seiner Leitung gebildet, die Vorschläge für die künftige Ausrichtung der Schule erarbeiten sollten. Herausgekommen seien vor allem vier Kernbereiche, auf die man sich verstärkt fokussieren wolle. Das sei einmal, die Berufs- und Studienorientierung der Schüler zu verbessern, was durch vermehrte Praktika oder spezielle Informationsangebote geschehen könne. Des Weiteren wolle man versuchen, die Qualität der sogenannten MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, zu erhöhen. Eine weitere wichtige Säule sei die Stärkung der Sozialkompetenzen der Schüler, wozu sowohl gesellschaftliches Engagement als auch die allgemeine politische Bildung zählten, betonte Schneider. Zu guter Letzt, aber nicht weniger wichtig, solle verstärkt auf die Verbesserungen der Kernkompetenzen der Lehrer hingearbeitet werden, also verschiedene Unterrichtstechniken und der Umgang mit Schülern trainiert werden.

„Wir haben verschiedene Vorschläge auf dem Tisch und werden vor oder nach den Herbstferien eine Steuerungsgruppe unter meiner Leitung bilden, die sich mit diesen Dingen befassen wird“, sagte Schneider.

Der 39-jährige, in Kusel geborene und in Etschberg lebende Diplom-Informatiker kam 2010 an das Kuseler Gymnasium, an dem er im Jahr 1997 auch sein Abitur gemacht hatte. Nach seinem Abschluss und dem anschließenden Wehrdienst verdiente sich Schneider mit Nebenjobs bei der Adam Opel AG und als Briefzusteller bei der Deutschen Post etwas nebenher: „Ich erwähne das nur, um zu zeigen, dass ich auch weiß, was richtige Arbeit ist“, fügte Schneider lachend hinzu. Von 1998 bis 2004 studierte er Diplom-Informatik an der Technischen Universität Kaiserslautern und blieb anschließend zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Computergrafik. Als Seiteneinsteiger kam er 2005 in den Bildungsbereich und begann am Rittersberg-Gymnasium Kaiserslautern Informatik und Mathematik zu unterrichten, bevor ihn 2010 der ehemalige Kuseler Schulleiter bat, nach Kusel zu kommen.

Der verheiratete Vater zweier Töchter, zehn und zwölf Jahre alt, hat viele Interessen. Neben seiner Leidenschaft für die Politik ist der 39-Jährige außerdem Mitglied des Vereins Metalheads Remigiusland, der regelmäßig Heavy-Metal-Konzerte organisiert. Außerdem sei er ein begeisterter Skifahrer, er habe sogar bereits den Skilehrerschein gemacht und besuche regelmäßig die Skigebiete Europas. Für seine Zukunft am Siebenpfeiffer-Gymnasium peilt Schneider bereits heute den Posten des Schulleiters an, auch wenn er weiß, dass er zunächst noch einige Jahre Übung als Stellvertreter benötigt.

(veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Rheinpfalz)

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz Westricher Rundschau - Nr. 203
Datum Freitag, den 1. September 2017
Seite 13