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Spendenmarathon

Wenn aus Spielen bare Münze wird

Gymnasium veranstaltet einen Spendenmarathon zugunsten eines Hilfsprojektes in Indien

Von Manuel Geimer

Zugunsten der Indienhilfe von Father Allam sammelten gestern Vormittag Schüler des Gymnasiums Kusel Spenden. Die Gelder sollen zum Erwerb von Nähmaschinen und Fahrzeugen für ein Selbsthilfezentrum in der indischen Stadt Guntur genutzt werden, das jungen Frauen und Mädchen eine Ausbildung ermöglicht.

Initiiert wurde das ehrgeizige Projekt „Spendenmarathon" von Sarah Vautrim, einer Schülerin der zehnten Klasse des Gymnasiums. Bereits seit dem Jahr 2005 pflegt sie enge Kontakte zum Verein des in Indien geborenen und seit 2002 im Bistum Speyer tätigen Priesters Rayapareddy Allam pflegt. „Eigentlich entstand der Kontakt ja über meine Großeltern, die sich schon seit einigen Jahren in Indien engagieren. So richtig aktiv geworden bin ich jedoch erst nach meiner Indienreise 2005, die mich auch in die Elendsviertel und auf das arme Land führte." Mit großer Betroffenheit und zugleich einem ungebrochenen Tatendrang berichtete die Schülerin von ihren Erfahrungen in Indien und der daraus entstandenen Idee dieses Spendenmarathons.

Dabei mussten gestern die Schüler von Unter- und Mittelstufe des Gymnasiums bei den unterschiedlichsten Wissens- und Geschicklichkeitsspielen Punkte sammeln. Diese werden später von Unterstützern aus der Kuseler Geschäftswelt sowie dem Rotary und dem Lionsclub in bare Münze verwandelt. So gut die Idee, so groß war dann auch die Beteiligung der Schüler, die mit großem Eifer nach Lösungen zur Bewältigung der gestellten Aufgaben suchten. Ob beim Torwandschießen, Reifenrennen oder beim kniffeligen Wissensquiz, überall herrschte das gleiche Bild: Zufriedene Gesichter bei Organisatoren und Teilnehmern, die ganz nebenbei auch einiges über Indien und das Hilfsprojekt lernen konnten. Dabei startete der Morgen alles andere als rosig für die rund 50 Helfer, die ab fünf Uhr den Parcours auf der für den Fahrzeugverkehr gesperrten Marktwiese aufbauten. Fast fertig mit den Arbeiten sorgte dann ein heftiger Regenschauer für die Ernüchterung, die jedoch binnen weniger Minuten in einen ungebrochenen Tatendrang umschlug.

Mit der Unterstützung der Kuseler Kreisverwaltung, die einen LKW zum Tranport der Materialien zur Verfügung stellte, verlagerte man kurzerhand den Veranstaltungsort in die Räume des Gymnasiums, wo man bis zum Mittag den Spendemarathon als Erfolg wertete. 

Quelle: Westricher Rundschau,Samstag, den 16. Juni 2007

 

 


 

 

„Helfen macht Spaß“

Ergänzungsartikel zu „Wenn aus Spielen bare Münze wird“

Von der Schülervertretung (SV)

Am Freitag, dem 15.06.07 fand der alljährliche Spendentag des Gymnasiums Kusel statt. Die Aktion bestand dieses Mal aus einem Spieleparcours, den die Schüler in Gruppen durchliefen. Dabei sammelten sie Punkte, die vom Lionsclub und den Rotariern in Spendengelder umgewandelt wurden.

Als sich im Dezember 2006 im Gymnasium Kusel die Frage gestellt wurde, wohin die „Einnahmen“ des kommenden Spendenaktionstags fließen sollen, wurde von der Elftklässerin Sarah Vautrin das Projekt von Father Allam vorgestellt. Hierbei handelt es sich um eine kleine, aufstrebende Organisation, die sich für Waisen- und Straßenkinder in Indien, genauer in Guntur, einsetzt. „Sarahs Engagement und die facettenreichen Informationen, die sie uns über das Projekt liefern konnte, veranlassten uns ihren Vorschlag anzunehmen.“, so Anne Schmid, die Schülersprecherin. Sie und Martin Ruth nahmen, tatkräftig unterstützt vom Rest der Schülervertretung, die Organisation in die Hand.

Neben Infostunden für Schüler und Lehrer wurde eine Projektvorstellung für die Sponsoren durchgeführt, bei denen alle Beteiligten etwas über die Verhältnisse in Indien und die Aktion „Helfen macht Spaß“ erfuhren. Außerdem wurde für die Location und das „Leibliche Wohl“ gesorgt.  Als der Tag endlich gekommen war, wurde ab 5:00 Uhr auf der Marktwiese der Parcours von den Helfern aufgebaut. Leider musste wegen schlechten Wetters wieder abgebaut und der Spendenaktionstag kurzfristig umgelegt werden. Dank der Unterstützung der Kreisverwaltung, die sehr schnell einen LKW organisierte, konnte man die Materialien rasch in die Schule bringen. Dort fiel um 9:30 Uhr der Startschuss.

Nacheinander begannen fünfte bis siebte, achte bis zehnte Klasse sowie die Oberstufe die ca. 30 Stationen zu bewältigen, wobei sie Punkte sammelten. Vor jedem der drei Starts erklärte Father Allam noch einmal wozu die Spenden eingesetzt werden und wieso der Spendenaktionstag überhaupt stattfindet.Die positiven Rückmeldungen der Schüler, die Höhe der erreichten Punktzahl und die sehr gute Zusammenarbeit der Helfer zeigten, dass es kein treffenderes Motto als „Helfen macht Spaß“ hätte geben können.

Durch die Spenden von Lions- und Rotaryclub, die jeweils pro 100 erreichten Punkten 5€ spenden, Spendengeldern der Kuseler Geschäftswelt sowie Spenden, die vor Ort von Schülern gespendet wurden, erreichte man bisher einen Gesamtspendenbetrag von fast 4000€.Zum Abschluss möchte sich die SV bei allen beteiligten Helfern, allen Spendern sowie der Kreissparkasse Kusel bedanken. „Ohne die Helfer wäre die Aktion nicht machbar gewesen!“, möchten die Schülervertreter nochmals betonen.

Verfasser: Schülervertretung (SV), 18.06.07

  

 

Bearbeitung: Sy, 19.06.07

 

 

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