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Verkehrshelferprojekt

Leuchtende Weste und signalrote Haltekelle

Gymnasium startet Verkehrshelferprojekt am Zebrastreifen über die Bundesstraße

Von Manuel Geimer

Auf junge Menschen in leuchtend oranger Warnbekleidung und mit signalroter Haltekelle müssen sich Autofahrer am Zebrastreifen in Höhe des Gymnasiums einstellen. Mittwochmittag erfolgte der Startschuss für das neue Verkehrshelferprojekt des Gymnasiums Kusel, das gemeinsam mit der Kreisverkehrswacht und der Polizei Kusel ins Leben gerufen wurde und für noch mehr Sicherheit am Zebrastreifen sorgen soll.

Sich neben der Schule noch in einer oder gar mehreren Arbeitsgemeinschaften zu engagieren, das hat Tradition am Gymnasium Kusel - ob Turnen, Fußball, Bigband oder Chor. Durch ihre außerschulischen Erfolge machen die Schülergruppen des Gymnasiums immer wieder auf sich aufmerksam.

Nicht nur die Blicke ihrer Mitschüler auf sich ziehen werden ab sofort zehn Schülerinnen und Schüler der neunten bis elften Klasse, die sich einem ganz besonderen Projekt verschrieben haben. In leuchtend orangen, mit breiten, silberfarbenen Reflexstreifen versehenen Warnwesten und bewaffnet mit einer signalroten Haltekelle werden Fabian, Julian, Phillipp, Michael, Jan, Peter, Mareike, Erika, Mike und Laura künftig für mehr Sicherheit am Fußgängerüberweg über die B 420 sorgen. Gemeinsam mit dem betreuenden Lehrer Michael Uhl haben sie sich von Winfried Eckstein von der Jugendverkehrsschule Kusel zu den ersten offiziellen Verkehrshelfern im Landkreis ausbilden lassen.

Ein umfangreiches Programm hatten die frisch geschulten Verkehrshelfer, die früher auch als Schülerlotsen bezeichnet wurden, zu absolvieren. Mit Blick auf das enorme Verkehrsaufkommen im Verlauf der B 420 sei eine entsprechende Ausbildung im Vorfeld jedoch unabdingbar, so Ausbildungsleiter Winfried Eckstein, der als Polizeikommissar in Kusel beschäftigt ist. Obgleich die roten Signalwesten und die dazu gehörenden Mützen schon von weitem sehr gut zu erkennen sind, so bewahren sie bei einem Fehlverhalten der Verkehrshelfer nicht vor Unfällen, die mit schlimmen Verletzungen enden können. Aus diesem Grund habe man während der zweitägigen Schulung nicht nur die rechtlichen Aspekte des Projektes sowie die einzelnen Befugnisse der Ordnungsorgane näher unter die Lupe genommen, sondern sich auch mit den Brems- und Reaktionswegen von Fahrzeugen und Fahrern beschäftigt, die nicht immer nach Idealvorstellungen reagieren werden. Dass Sicherheit in jeder Hinsicht vorgeht, bekräftigte auch Birgit Schnorr, Beigeordnete der Stadt Kusel. Aus diesem Grund habe man beim Ausbau der Bundesstraße auch schon einiges an Geld in die Hand genommen, um die Haltestelle am Gymnasium nicht nur attraktiver, sondern mit einer Fahrbahnabgrenzung auch sicherer zu gestalten. Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit, so Schnorr weiter, sollen spezielle Schilder noch vor den Sommerferien auf den durch Verkehrshelfer gesicherten Fußgängerüberweg hinweisen.

Keine Zweifel am Gelingen des Pilotprojektes im Landkreis hegten auch die beiden Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht, Peter Koch und Dieter Lotter, die von zahlreichen weiteren gelungenen Arbeitsgruppen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit des Gymnasiums berichteten. Doch letzten Endes wäre eine solche Kooperation ohne das Engagement der beteiligten Schüler nicht realisierbar, weshalb ihnen die größte Anerkennung für ihr soziales Engagement gelte.

Quelle: Westricher Rundschau, Freitag, 22. Juni 2007

 

Bearbeitung: Sy, 22.06.07

 

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