Auch in diesem Jahr wurde die Gewässergüte des Glans in Erdesbach wieder untersucht. Nachdem im vergangenen Jahr die Freilandarbeit durch Hochwasser unmöglich war, konnte in diesem Jahr wieder eine ausführlich Untersuchung nach biologischen, chemischen und physikalischen Parametern durchgeführt werden.
Einige schlechtere Parameter und einige bessere Parameter ergeben eine durchschnittliche Gewässergüte von etwa 2,5 (mäßig belastet)
Der Kurs MSS 12 Bio3
Am Dienstag, dem 24.08.2010 hatten wir, zwei der Bio- Leistungskurse der MSS 12 des Gymnasiums Kusel, zusammen mit unseren Lehrern Hr. Trossen und Fr. Theiß eine Exkursion zur Gewässeruntersuchung auf dem Stundenplan stehen. Diese fand in Erdesbach am dortigen Wehr des Glans statt. Grund für diesen Ort waren vor Allem die unterschiedlichen Grundlagen der Gewässer, weil wir einen Teil noch relativ naturnah vorfanden und man nur wenige Meter weiter ein von Menschenhand verändertes Fließgewässer antraf.
Also waren an diesem Tag Gummistiefel und Dokumentierwerkzeug angesagt. Unser Untersuchungslabor richteten wir uns im Vereinshaus des Sportangelervereins Erdesbach ein, das wir freundlicherweise zur Verfügung gestellt bekamen.
Unseren Untersuchungen zu Folge kamen wir dann zu dem Schluss, dass das Wasser des Glans gerade im Bezug auf Temperatur, pH-Wert und Ammoniumgehalt gute Werte aufwies. Jedoch waren unsere Werte im Bereich Sauerstoffgehalt nicht aussagekräftig, da sie sich von Untersuchung zu Untersuchung zu stark unterschieden. Die starken Regenfälle der vorigen Tage und das so entstandene Hochwasser erschwerten die genauen Untersuchungen.
Das Ende unserer Exkursion bestand in einer Besichtigung der örtlichen Kläranlage mit einer sehr anschaulichen Führung.
(Charline Bock)
Gewässeruntersuchung am Glan (Wehr in Erdesbach) vom 2.9.2009
Der Abschnitt des Glans, welchen wir untersucht haben, ist als „mäßig“ zu bewerten. Die Phosphat- und Nitratwerte sind „unbefriedigend“ bzw. „schlecht“. Die Temperatur war mit 19 0C zu warm und somit als „unbefriedigend“ zu bezeichnen.
In der Gewässerstruktur ist der Glan oberhalb des Wehrs anders zu beurteilen als unterhalb, da er oberhalb begradigt wurde und unterhalb natürlich belassen ist. Gewässerverlauf und Durchgängigkeit sind insgesamt als „schlecht“ zu bewerten, woran das Wehr schuld ist, da es eine Durchgängigkeit komplett verhindert.
Gewässerquerschnitt, Strömungsbild und Tiefenvarianz sind oberhalb des Wehrs aufgrund der Begradigung mindestens als „unbefriedigend“ zu beurteilen. Zum Beispiel zeigt der Glan aufgrund der Begradigung oberhalb des Wehrs kaum Tiefenvarianz und hat ein sehr ruhiges Strömungsbild ohne Turbolenzen, was einen Sauerstoffeintrag erschwert. Unterhalb des Wehrs sind Gewässerquerschnitt, Strömungsbild und Tiefenvarianz relativ vielfältig und somit mindestens als „gut“ zu bezeichnen.
Die Aue wird für Vieh- und Weidewirtschaft genutzt, was für den Glan als „mäßig“ bis „unbefriedigend“ zu bewerten ist aufgrund vermehrten Mineralstoffeintrag und der daraus resultierenden Gefahr der Eutrophierung.
Der Glan riecht zwar etwas; sein Geruch ist jedoch nicht unangenehm und deswegen bewerten wir ihn als „gut“. Negativ ist die trübe Färbung des Wassers aufgefallen („unbefriedigend“).
Insgesamt teilen wir dem von uns untersuchten Abschnitt des Glans die Gewässergüteklasse 2,5 zu, obwohl er aufgrund einiger negativen Werte und Gegebenheiten zur Eutrophierung neigt. Zu diesem Schluss kommen wir, da bei der biologischen Untersuchung ausschließlich Organismen gefunden wurden aus dieser Gewässergüteklasse und nicht schlechter.
Nora Stichelmeir (9.9.2009)
Das Untersuchungsergebnis in der Übersicht:
Am Mittwoch, den 22. April 2009 führten zwei
Biologie-Leistungskurse unter der Leitung von Frau Klos und Herrn Kauf eine
Exkursion zur Arbeitsgruppe von Herrn Prof. Dr. E. Meese im Fachbereich
Humangenetik der Universitätsklinik in Homburg durch.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Dr. Fischer wurden die Schüler
in drei Gruppen aufgeteilt, so dass sie Einblicke in CF-Diagnostik am
Beispiel der Mukoviszidose, Immunfluoreszenz und die Arbeit
mit Zellkulturen erhalten konnten.
Im
Anschluss daran zog eine sehr kurzweilige Vorlesung von Prof. Dr. Henn über
Humangenetik, Krankheiten und Ethik die Schüler in den Bann. Reale Fälle aus der
genetischen Beratung und Verbindungen zur aktuellen Gesetzesvorlage waren in
schöne Anekdoten verpackt und regten immer wieder zum Nachdenken an.
Nach
einer kurzen Pause konnten die Schüler selbst drei kleinere Versuche im
Praktikumsraum der Humangenetik durchführen. Dies waren: Isolation von DNA,
Tropfen und Mikroskopieren von Chromosomen und Zuordnen von Chromosomen in Form
von Erstellen von Karyogrammen.
Hier noch einige Bilder.
Der Glan, mit 68 km Länge der längste Fluss der Pfalz, prägt in starkem Maße die Landschaft im Landkreis Kusel. Viele Schüler unseres Gymnasiums leben in Orten, die direkt am Glan liegen.
Ökologie ist an unserer Schule deshalb nicht nur auf theoretische Betrachtungen des tropischen Regenwaldes oder der Hochgebirgslandschaft fixiert, der Glan hilft uns hautnah ökologische Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen.
Eine wichtige Vorarbeit zum Verständnis der Glan-Landschaft und des Gewässers hat eine ehemalige Schülerin unserer Schule, Michaela Görner, geleistet. Frau Görner, heute eine studierte Ökologin, hat zwischen ihrer Heimatgemeinde Erdesbach und der glanabwärts gelegenen Gemeinde Rathsweiler einen Gewässerlehrpfad konzipiert.
Im Bereich des Gewässerlehrpfads kann man sehr schön erkennen, welche vielfältigen Konflikte zwischen den Ansprüchen der Menschen und den Ansprüchen der Natur existieren.
Am Startpunkt in Erdesbach wird der Besucher des Lehrpfads durch eine Informationstafel auf das vorbereitet, was es zu sehen gibt.
Die Angelvereine Erdesbach und Ulmet sind engagierte Paten des Lehrpfads.
Der Gewässerlehrpfad Glan
Der Lehrpfad hat eine Länge von etwa 8 km. Schautafeln vermitteln unterwegs Wissenswertes über natürliche
Fließgewässer-Ökosysteme.
Immer wieder wird der Konflikt zwischen Mensch und Natur in verschiedenen Bereichen deutlich: Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Gewerbe und Freizeit.
Arbeit am Gewässerlehrpfad Glan
Themenübersicht:
Die Themenliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!
Bei ungünstiger Witterung können die Arbeiten auch in geeigneten Räumen an der Strecke fortgesetzt werden.
Die erste Erkundung des Glans
Bei der ersten Erkundung sollt ihr den Glan im Verlauf eines längeren Streckenabschnittes näher kennenlernen.
Dazu unternehmen wir eine Wanderung entlang des Gewässerlehrpfads von Erdesbach nach Rathsweiler.
Beobachtet dabei genau und schreibt eure Eindrücke an Ort und Stelle auf. Ihr sollt auch Skizzen anfertigen oder
Fotos machen.
Aufgaben: